Freitag, 19. Oktober 2012

Spielzeug



Holzspielzeug made by Katha. Mein neuestes Hobby besteht darin, Treibholz aus dem Rhein mit viel Geduld, Feile, Taschenmesser, Schleifpapier und Farbe in bunte Spielfiguren zu verwandeln. Und ich finde, das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Hintergrund des ganzen war, dass ich vor drei oder vier Monaten mit Bekannten in der Spielzeugabteilung eines großen Kaufhauses stand und eine Kiste Bausteine bestaunte. Eigentlich waren es weniger die Bausteine selbst und mehr der Preis, der dran stand. Und dann kam mir ein Gedanke, den ich leider viel zu oft habe:
Das kann ich doch auch selber!
Dass am Rhein regelmäßig nach Hochwasser Äste rumliegen, deren Rinde vom Fluss bereits sehr sauber entfernt wurde, war mir schon früher aufgefallen - nun hatte ich tatsächlich eine Verwendung dafür. Nichts lag also näher, als die Idee jetzt noch in die Tat umzusetzen. Und siehe da: Es wurde etwas, worauf man stolz sein kann.

Mehr davon gibt's bestimmt noch. Das Unfertige Teil im Vordergrund soll ein Marienkäfer werden und zusätzlich sind mindestens noch ein Oktopus und eine Rakete geplant. Wollen mal sehen, wann ich dazu noch komme ;)



PS: Sollte es jemandem gefallen, was ich da fabriziere kann er sich gerne bei mir melden. Vielleicht hab ich ja grad ne Hausarbeit zu schreiben und brauche Abwechslung :P

Montag, 25. Juni 2012

Montag, 21. November 2011

Freitag, 14. Oktober 2011

Donnerstag, 22. September 2011

Mannheimer Impressionen

angehender Herbst am Rhein

Trennung

Mit ein wenig Wehmut muss ich heute unserem geliebten Honigbären auf Wiedersehen sagen. Er war ein guter Spender süßer Freude, aber der Honig ist nun gegessen und unser Regal zu voll.
Deswegen: Gute Reise in die Restverwertung!



Mittwoch, 23. September 2009

Das schöne Leben

Ach, was ist es doch für eine Wohltat, das eigene Heim zu beziehen. Die erste gemeinsame Wohnung: alles ist aufregend, alles ist neu und alles kann man von jetzt an selbst bestimmen.
Wer solche romantischen Gedanken hegt, lebt in einer verkehrten Welt. Denn weder die Möbel, noch die Leute, noch die Bestimmungsverhältnisse sind neu. Da ist doch die Oma gestorben, die hat doch eine ganz tolle Wohnungseinrichtung hinterlassen - inklusive der Teller mit Goldrand, Ohrensessel und bestickten Tischdecken. Und die wird man auch nicht los! Ich habe mich dann überreden lassen, einiges von dem alten Zeug zu nehmen (Bettwäsche und Vinyl sind ja auch toll) und alles fein säuberlich in eine Kiste gepackt, dann aber den Fehler gemacht, sie unbeaufsichtigt zu lassen. Und was soll ich sagen? Als ich sie auspackte fanden sich darin Tischdecken und Stoff-Taschentücher nebst einem sehr ominösen getigerten Halstuch wieder.

Aber es ist ja nicht nur das, was man am Anfang übergeholfen bekommt, sondern auch das, was einem zu Weihnachten, zum Geburtstag oder anderen passenden Gelegenheiten geschenkt wird. So steht jetzt bei uns eine Blumenvase sinnlos auf dem Boden, eine Packung schwerer Kristallgläser in irgendeinem Schrank bei meinen Eltern und eine Kiste im hintersten Regal, das mit schnulzigen Kerzen gefüllt ist, die wir vermutlich eh nie verwenden werden. Warum Verwandte aber auch nicht einfach Blumen und Geld schenken können? Dann könnte ich endlich die Blumenvase gebrauchen und hätte eine überaus sinnvolle Möglichkeit, meine Wohnung selbst und nach meinen eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Wäre das nicht schön?

Ich meine, ich kann ja schon verstehen, dass der alte Kram, der bei Eltern und Verwandten rumliegt für sie vielleicht einen Wert hat und der Gedanke, dass Werte einfach weggeworfen werden sollen eher unangenehm bis unerträglich sind. ABER wir brauchen es einfach nicht, oder wollen es nicht, weil es für unser Leben und unseren Geschmack manchmal leider keinerlei Wert aufweist. Das mag zwar gemein klingen, ist aber leider so.

Deswegen bin ich insgesamt auch sehr gespannt, wie denn der nächste Umzug aussehe wird. Ob da wieder solche Versuche gemacht werden? Ob wir uns vielleicht von den Geschenken trennen und nochmal neu einrichten? Oder bleibt unsere Wohnung auf ewig ein Sammelsurium aus bereits gebrauchten und unbrauchbaren Teilen?

Ich bin gespannt.